Die Einelternseite

Das Informationsportal nicht nur für verwitwete Alleinerziehende

Schwangerschaft

Sie sind schwanger und werden alleinerziehend sein,hier finden Sie Tipps und wichtige Links zum Thema.

Mutterschaftsgeld Rechner

Onlineantrag Mutterschaftsgeld.

Der Antrag auf Mutterschaftsgeld ist online möglich, oder kann auch direkt bei der Mutterschaftsgeldstelle gemacht werden. Mutterschaftsgeld erhält, wer eine Baby erwartet oder es bereits bekommen hat, privat- oder familienversichert ist, über die Bundesagentur für Arbeit,
Sozialamt versichert ist,oder in einem Arbeitsverhältnis steht.
Unter gewissen Beschränkungen gild dies auch für geringfügige Verdienste. Aber nicht jedem steht das Geld zu, da es vorrangig an Frauen, die nicht durch die gesetzlichen Krankenkassen unterstützt werden geht . Ob Sie einen Anspruch auf Mutterschaftsgeld haben, erfahren sie beim Bundesversicherungsamt Abteilung Mutterschaftsgeldstelle.

Bundesversicherungsamt

- Mutterschaftsgeldstelle -

Friedrich-Ebert-Allee 38

53113 Bonn

Fax: 0228/619-1877

 

Finanzielle Hilfe für arbeitslose Schwangere und Mütter

Arbeitslose erhalten Mutterschaftsgeld in Höhe ihres Arbeitslosengeldes bzw. in Höhe des Arbeitslosengeldes II. Hartz-IV-Empfängerinnen erhalten außerdem ab der 13. Schwangerschaftswoche einen Zuschuss von 17 Prozent der Regelleistung bis zum Entbindungstag.

Arbeitslosengeld-Empfängerinnen stehen bis zur Geburt des Kindes dem Arbeitsmarkt zumindest theoretisch zur Verfügung , sie erhalten wärend der ersten Zeit der Schutzfrist weiterhin Arbeitslosengeld. Nach der Geburt des Kindes entfällt die Zuständigkeit der Agentur für Arbeit , von da an unterliegen junge Mütter einem Beschäftigungsverbot und dürfen vom Arbeitsamt nicht mehr vermittelt. Ab der Geburt übernimmt die gesetzliche Krankenkasse die Zahlung des Mutterschaftsgeldes in Höhe der bisherigen Leistung.

Hartz-IV-Empfängerinnen erhalten auch nach der Geburt ihres Kindes ALG II. Das Kind hat einen eigenen Anspruch auf ALG II, so dass sich die gesamte Leistung erhöht.

Mehrbedarfszuschläge für alle Alleinerziehenden

Alleinerziehende, die für Pflege und Erziehung von mindestens einem in ihrem Haushalt lebenden Kind verantwortlich sind, steht wegen der ihrer besonderen Haushaltssituation ein Mehrbedarfszuschlag zu. Es pielt dabei keine Rolle ob die Eltern das gemeinsame Sorgerecht ausüben. Allen Alleinerziehenden zahlt man grundsätzlich den Mehrbedarfszuschlag von 12 Prozent des Eckregelsatzes für jedes Kind. Bei einem Kind unter sieben Jahren oder zwei Kinder unter 16 Jahren besteht ein Mehrbedarf von 36 Prozent des Eckregelsatzes von 345 Euro. Maximal wird der Mehrbedarfszuschlag in höhe von 60 Prozent gezahlt.


Mütter in Not

Finanzielle Hilfe Alleinerziehend und Schwanger

Hilfen in der Schwangerschaft und nach der Geburt – Bundesstiftung Mutter und Kind

Die Bundesstiftung Mutter und Kind hilft schwangeren Frauen und will sie unterstützen, ihnen die Fortsetzung der Schwangerschaft erleichtern. Sie kann Mittel für schwangere zur Verfügung stellen, wenn schwangere Frauen in eine Notlage geraten.

So können werdende Mütter die Hilfe beispielsweise für die Erstausstattung des Babys oder die Weiterführung des Haushaltes verwenden. Die Mittel der Bundesstiftung Mutter und Kind werden durch die Stiftung Familie in Not vergeben.

Beistandschaft für das Kind

Alleinsorgeberechtigte Mütter können beim Jugendamt eine Beistandschaft für das Kind beantragen
für die Feststellung der Vaterschaft
für die Geltendmachung von Unterhaltsansprüchen.
Das Jugendamt vertritt die Mutter bei der Durchsetzung ihrer Rechte. Die elterliche Sorge wird dadurch nicht eingeschränkt. Die freiwillige Beistandschaft endet auf Antrag der sorgeberechtigten Person. Hilfe des Jugendamts ist kostenlos.

Beratung beim Jugendamt

Wird ein Kind geboren und die Eltern sind nicht miteinander verheiratet , wird das Jugendamt vom Standesamt informiert. Das Jugendamt bietet dann der Mutter Beratung und Unterstützung bei der Vaterschaftsfeststellung , Geltendmachung von Unterhaltsansprüchen des Kindes an. Die Hilfe ist kostenlos.
Beistandschaft für das Kind
Elterliche Sorge
Erbrecht
Vaterschaftsfeststellung
Umgangsrecht
Unterhalt für das Kind
Unterhalt für die Mutter
Unterhaltsvorschuss
Zuschuss zu Kindertagesstätten
Die Mutter hat die Wahl, ob sie Unterstützung durch das Jugendamt wünscht (z.B. Beistandschaft für das Kind bei der Vaterschaftsfeststellung) oder ob sie eine(n) Anwalt/Anwältin (kostenpflichtig) nehmen will um ihre Rechte alleine durchzusetzen.

Beratungsstellen für Schwangere, Eltern und Kinder

Das Gesundheitsamt oder ihre Gemeinde informiert sie gern, welche Beratungsstellen es in der Region gibt.
Die Beratungsstellen bieten  z.B.
Beratung bei Erziehungsfragen
Einzelberatung zu Klinikwahl, Ärzten, Problemen in der Schwangerschaft, vor der Geburt usw.
Einzel- und Gruppengeburtsvorbereitung
Eltern-Baby-Sprechstunden
Gruppen für Mütter mit Neugeborenen
Offene Treffs für Mütter mit Kindern von 0-3 Jahren

Beratungs- und Prozesskostenhilfe

Die Beratungshilfe ist zur Wahrnehmung von Rechten außerhalb eines gerichtlichen Verfahrens, z.B. bei Scheidungs-, Unterhalts-,Miet  und sonstigen Familienangelegenheiten
Prozesskostenhilfe erhält derjenige, der etwa die Kosten der Prozessführung nicht oder nur in Raten zahlen kann.
Beratungs- und Prozesskostenhilfe wird über den Anawlt oder die Anwältin beim Amtsgericht beantragt. Voraussetzung ist ein “geringes Einkommen”. Wer unterhalb der Grenze liegt, muss für eine Beratung maximal € 10,- tragen und erhält hinsichtlich der Gerichtskosten und der Kosten für den /die eigene/n Anwalt/Anwältin entweder eine Ratenzahlung gewährt oder wird ganz von den Kosten befreit.Das Risiko das bleibt ist: Wird der Prozess verloren, mü?en in der Regel die Anwaltkosten der Gegenseite getragen werden.

Alleinige elterliche Sorge

Nach der Geburt eines Kindes, dessen Eltern nicht miteinander verheiratet sind, erhält die (volljährige) Mutter das alleinige elterliche Sorgerecht , sofern keine andere Sorgeerklärung vorliegt.
Alleinige elterliche Sorge ist immer möglich, wenn eins der  Elternteile einen entsprechenden Antrag stellt. Das Familiengericht hat bei Zustimmung des anderen Elternteiles diesem Antrag stattzugeben, es sei denn ein Kind (nach vollendetem 14. Lebensjahr) dem Antrag widerspricht. Erfolgt keine Einigung dann, entscheidet das Familiengericht im Interesse des Kindeswohls. Dies gilt auch dann, wenn das Kindeswohl durch die gemeinsame Sorge gefährdet wäre.

Gemeinsame elterliche Sorge

Eltern die miteinander verheiratet sind haben die gemeinsame elterlich Sorge .
Auch Eltern, die nicht miteinander verheiratet sind, können das gemeinsame Sorgerecht beim Jugendamt beurkunden lassen; Voraussetzung dafür ist eine erfolgte Vaterschaftsanerkennung.
Nicht miteinander verheiratete Eltern können schon vor der Geburt erklären, dass beide Elternteile die gemeinsame Sorge für das Kind haben möchten. Das gemeinsame Sorgerecht kann unabhängig davon, ob die Eltern in einem gemeinsamen Haushalt, getrennt leben oder ob sie mit anderen Personen verheiratet sind, ausgeübt werden.
Die Sorgeerklärung muss öffentlich beim Jugendamt oder Notar beurkundet sein.
Besonderheiten bestehen bei noch minderjährigen Eltern.

Sorgerecht nach einer Scheidung oder Trennung

Trennen Eltern sich, so besteht die gemeinsame Sorge fort, gleichgültig ob sie verheiratet sind oder nicht.
Durch die Gerichte erfährt der Allgemeine Sozialdienst, das Jugendamt von allen Fällen, bei denen gemeinsame Kinder durch Scheidung betroffen sind.
Alleinige elterliche Sorge ist nach wie vor möglich, wenn hierzu ein Elternteil einen entsprechenden Antrag stellt. Das Familiengericht hat bei Zustimmung des anderen Elternteils diesem Antrag stattzugeben, wenn nicht ein Kind (nach vollendetem 14. Lebensjahr) dem Antrag widerspricht.
Erfolgt keine Einigung der Eltern, wird durch das Familiengericht im Interesse des Kindeswohls entschieden.
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Entbindungskosten

Bei einer nicht verheiratete Mutter ist der Vater zur Erstattung der Entbindungskosten verpflichtet, wenn keine anderen Kostenträger in Frage kommt.

Erbrecht

Uneheliche Kinder sind seit dem 1.7.1998, evtl. neben anderen Kindern des oder der Verstorbenen und seiner Ehegattin/ihres Ehegatten, in vollem Umfang erbberechtigt. Liegt eine anderslautende testamentarische Regelung vor, hat das Kind aber evtl. einen Pflichtteilsanspruch.

Frauenbeauftragte

In den meisten Kommunen gibt es Frauenbeauftragte. Informationen und Broschüren zum Thema Alleinerziehend, Hilfen für Schwangere etc. kann man dort erhalten.Infos unter www.frauenbeauftragte.de.

Frauenhäuser

Frauenhäuser sind für Frauen in Notlagen  der einzige schnelle Zufluchtsort. Betroffene können kurzfristig mit ihren Kindern aufgenommen werden (wenn  Plätze frei sind) dort können sie bis zu 6 Monaten wohnen. 

Sie bieten Frauen und ihren Kindern Schutz, Hilfe und Beratung
unterstützen sie vielfälltig wie etwa bei,Krisenbewältigung, Misshandlungserfahrungen.
Informieren sie über sozialrechtliche Fragen bei Ämter und der Wohnungssuche etc.


Informationen und eine Liste findet man unter
www.paritaet.org/frauen oder   www.bundesarbeitsgemeinschaft.de/frauenhaeuser.htm

Frauennotruf

Der Frauennotruf bietet kostenlose telefonische und persönliche Beratungsge-spräche für  von Gewalt betroffene Frauen an
Der Frauennotruf  begleitet schwer traumatisierte Frauen über einen längeren Zeitraum, wenn sie in psychotherapeutischer Behandlung sind und Krisenintervention an.
www.frauennotrufe.de 

Tel.Nr.: 0431-9877290

Hebammenhilfe

Die Hebammenhilfe ist eine Leistung der gesetzlichen Krankenkassen. Sie kann vor, während und nach der Geburt eines Kindes in Anspruch genommen werden. In den ersten 10 Tagen nach der Geburt hat jede Mutter Anspruch auf tägliche Hebammenhilfe.Nach der Entlassung aus der Klinik steht der Wöchnerin bis zum 10. Tag Hebammenhilfe in der eigenen Wohnung zu. Bei Problemen beim Stillen, sind diese Hausbesuche auch noch bis zu 8 Wochen nach der Geburt möglich.
Anschriften von Hebammen erhält man beim Gesundheitsamt,Krankenkasse,Schwangerschaftsberatungsstellen.

Kinderbetreuungskosten

Kinderbetreuungskosten sind Sonderbedarf, wenn sie wegen einer Erkrankung des Sorgeberechtigten oder des Kindes oder der dadurch bedingten Überforderung eines Elternteils vorübergehend anfallen. 

Ist der Besuch eines Kindes in einer Kindertagesstätte (Hort) aus zwingenden Gründen des Kindeswohls erforderlich (Schwererziehbarkeit, Lernschwäche, körperliche oder geistige Behinderung), so können die Betreuungskosten Sonder- oder Zusatzbedarf des Kindes sein.

Übt das betreuende Elternteil überobligatorisch eine Erwerbstätigkeit aus und fallen aus diesem Grund Kosten für eine stundenweise Betreuung in einem Kindergarten , Tagesmutter an, so können diese durch die Erwerbstätigkeit bedingten Betreuungskosten im Rahmen der dann anzuwendenden Anrechnungsmethode vom Einkommen der Mutter abgesetzt werden. Hierdurch erhöht sich automatisch der Unterhaltsbedarf der Mutter.
Der Kindergartenbesuch gilt grundsätzlich als Ergänzung der Erziehung in der Kleinfamilie und stellt somit einen Mehrbedarf des Kindes dar.

Kinderschutzbund

Der Kinderschutzbund hat ein kostenloses Elterntelefon (bei allen Problemen rund um das Kind) eingerichtet: Tel. 0800.1110550.

Krankheit des Kindes

Alleinerziehend und das Arbeitsrecht: Anspruch auf Freistellung
Arbeitnehmer haben ein Anrecht auf bezahlte Freistellung, wenn das eigene Kind erkrank ist.Allerdings ist dieses Anrecht auf Freistellung zeitlich
begrenzt. Arbeitnehmer müssen zur Betreuung eines kranken Kindes 10 Arbeitstage von der Arbeit  freigestellt werden, wenn sie  allein erziehend
sind, stehen ihnen sogar 20 Tage zu.Doch müssen für eine Freistellung diese 4 Voraussetzungen erfüllt sein: 

eine andere Betreuungsperson steht nicht zur Verfügung,das Kind ist jünger als 12 Jahre,das Kind ist bei einer gesetzlichen Krankenversicherung
(mit-)versichert
und der Arzt hat bescheinigt, dass die Betreuung notwendig ist.
Die Eltern können frei wählen, welches Elternteil die Freistellung beansprucht.
Bei mehreren  Kindern dürfen pro Elternteil insgesamt 25 freigestellte Arbeitstage – Alleinerziehende 50  Arbeitstage – nicht überschritten werden.
Für die Zeit der Freistellung erhält das betreuende  Elternteil statt des normalen Gehalts das geringere Kinderpflege- krankengeld von der
Krankenkasse. Das bedeutet für den Arbeitgeber, dass er für  die Zeit der Kindeskrankentage kein Gehalt zahlen muss.

Der Arbeitnehmer sollte seinen Arbeitgeber so schnell wie möglich über die  Erkrankung des  Kindes informieren und muss sich dann oben
genannte  Bescheinigung vom Arzt geben lassen. Entweder schickt er diese Bescheinigung  an seine Krankenkasse und erhält von dieser einen
Kindeskrankenbescheid, den  er seinen Arbeitgeber vorlegen muss, oder er übergibt dem Arbeitgeber die  ärztliche Bescheinigung und dessen
Steuerberater erledigt den Rest.


Mütterberatung

Die Gesundheitsämter bieten Müttern/Vätern kostenlose Beratungen und Untersuchungen an. Kinderärzte/Kinderärztinnen und Kinderkrankenschwestern beraten bei Fragen zum Stillen und zur Ernährung, zur Hautpflege, zum Impfen sowie zur Entwicklung und Erziehung der Säuglinge und Kleinkinder.

Mütter-Kuren

Es gibt Mütterkuren, Mutter-Kind-Kuren, Vater-Kind-Kuren, Kindererholung/-kuren. Die Vermittlung und Beratung über Kuraufenthalte von Müttern und Kindern, die Finanzierung der Kuren sowie die Versorgung der Familie übernehmen Mitarbeiterinnen von Beratungsstellen verschiedener Wohlfahrtsverbände (z.B. Bayr. Mütterdienst der evang.-luth. Kirche e.V., Bayr. Rotes Kreuz, Caritas, Diakonisches Werk, Arbeiterwohlfahrt). Man kann sich auch bei der Krankenkasse informieren. Wer ohne Kind zur Kur fahren will (oder muss), hat Anspruch auf eine Familienpflegerin, die das Kind zu Hause versorgt. Die Kosten tragen die gesetzlichen Krankenkassen oder das Sozialamt.

Namensrecht

1. Vorname des Kindes

Bei allein sorgeberechtigten Müttern erteilt den Vornamen die Mutter, bei gemeinsam sorgeberechtigten Eltern erteilen die Eltern gemeinsam den Vornamen. Mindestens ein erteilter Vorname muss das Geschlecht des Kindes eindeutig erkennbar machen. Der Vorname, der in der Geburtsanzeige steht ist verbindlich. Will man den Vornamen ändern, geht das  nur gerichtlich.

2. Familienname des Kindes

Kinder von allein sorgeberechtigten Müttern erhalten in der Regel den Familiennamen der Mutter.
Durch Namenserteilung kann das Kind den Familiennamen des Vaters erhalten. Voraussetzung ist die Vaterschaftsanerkennung, die Zustimmungserklärung der Mutter und die Erklärung der Mutter über die Namenserteilung mit Zustimmung des Vaters beim Standesamt.
Eltern, die nicht verheiratet sind, aber gemeinsam sorgeberechtigt sind bestimmen den Familiennamen des Kindes gemeinsam. Voraussetzung ist, dass vor der Geburt des Kindes eine Vaterschaftsanerkennung, eine Zustimmungserklärung der Mutter und eine Sorgeerklärung vorliegt.
Wenn die Eltern nach der Beurkundung die gemeinsame elterliche Sorge beantragen, dann haben die Eltern 3 Monate Zeit den Geburtsnamen neu zu bestimmen.
Bei gemeinsam sorgeberechtigten Eltern erhalten Kinder den Ehenamen der Eltern.
Bei Kindern, dessen Eltern verheiratet und gemeinsam sorgeberechtigt sind und die keinen Ehenamen führen, bestimmen die Eltern beim ersten Kind den Familiennamen gemeinsam. Diese Bestimmung gilt für alle weiteren Kinder, für die gemeinsames Sorgerecht besteht.

Die Geburt und das davor

1. Schwangerschaftsgymnastik
Das körperliche Training (Atmung, Entspannung) für die Geburt steht im Vordergrund. Daneben erhält man Informationen über den Geburtsverlauf u.ä.
Kontaktadressen gibt es über:
Kliniken
Familienbildungsstätten
Hebammen
Teilweise Krankengymnastik
Siehe auch unter Geburtsvorbereitung

2. Geburtsvorbereitung

Geburtsvorbereitungskurse machen sie mit den körperlichen und seelischen Vorgängen bei Schwangerschaft und der Geburt vertraut. Das kann helfen, die Geburt möglichst bewusst und natürlich zu erleben. Auf Wunsch kann der Partner oder eine andere Person bei der Geburt dabei sein.
Kontaktadressen gibt es über :
Ärzte
Hebammen
Kliniken
Mütter- und Familienzentren
Beratungsstellen für Schwangerschaftsfragen
Beratungsstelle für natürliche Geburt
Gesundheitsämter
Volkshochschulen
Nachbarschaftshilfen
Haus der Familie
Familienbildungsstätten
Frauenzentren
Gesundheitsladen

3. Kliniken

Viele Kliniken bieten die Möglichkeit, an Informationsabenden die Entbindungsräume zu besichtigen und die Hebammen kennen zu lernen

4. Ambulante Geburt

Einige Kliniken bieten auch die Möglichkeit der ambulanten Geburt, d.h. bei normalem Geburtsverlauf kann man einige Stunden nach der Geburt auf eigenes Risiko nach Hause.
Die Wochenbettpflege wird dann von einer niedergelassenen Hebamme zu Hause durchgeführt.

5. Hausgeburten

Bei einer Hausgeburt muss eine niedergelassene Hebamme anwesend sein. Eine Haushaltshilfe wird von den gesetzlichen Krankenkassen nach der Geburt bezahlt, solange die Mutter durch die Entbindung oder deren Folgen noch geschwächt ist und keine im Haushalt lebende Person dies Arbeiten übernehmen kann.

6. Säuglingspflegekurse

Den man auch schon während der Schwangerschaft (auch mit dem Partner) besuchen kann,  werden in der Regel von Krankenhäusern, Volkshochschulen und Familienbildungsstätten angeboten. Notwendige Grundkenntnisse erlernt man nach der Geburt von der Hebamme im Krankenhaus oder zu Hause.

Schwangerschaftsberatungsstellen

Beratungsstellen gibt es von verschiedenen Trägern (z.B. donum vitae, pro familia, Diakonisches Werk, Caritas).
Dort gibt es oftauch  Gruppenangebote mit Kinderbetreuung für Alleinerziehende.

Selbsthilfegruppen

Teilen sie ihre Probleme und Erfahrungen aus,suchen sie nach Lösungen oder finden neue Wege und bleiben nicht mehr alleine
Jede/r kann Eigeninitiative ergreifen und eine neue Gruppe gründen!
NAKOS (Nationale Kontakt- und Informationsstelle zur Anregung und Unterstützung von Selbsthilfegruppen, Wilhermsdorfer Str. 39, 10627 Berlin, Tel.: 030/31018960) unter
www.nakos.de

Sonderbedarf

Sonderbedarf ist nur das , was nicht bereits zum allgemeinen Lebensbedarf oder zum Mehrbedarf gehört. Es muss sich hier um einen unregelmäßigen außergewöhnlich hohen Bedarf handeln (BGB § 1613 Abs. 2 Nr. 1 BGB und Palandt, § 1613 Rd-Nr. 16 ff) 

z.B.:

Säuglingserstausstattung
Brille
Notwendige Umzugskosten
Mehrjährige kieferorthopädische Behandlung, z.B. Zahnspange
Medizinisch verordneter Kuraufenthalt
Sonderbedarf kann bis ein Jahr seit Entstehen des Anspruchs geltend gemacht werden, darüber hinaus nur, wenn der Schuldner vor Ablauf des Jahres in Verzug gesetzt oder der Anspruch rechtshängig gemacht wurde (Palandt Rd.-Nr. 16).
Kein Sonderbedarf ist z.B.
Kosten für Kindergarten , Kinderhort
Schultüte
Neue Zimmereinrichtung
Teures Musikinstrument
Brillenaufpreis
Führerschein
Konfirmation
Klassenfahrt
Schullandheim
Auslandsaufenthalt im Rahmen eines Schüleraustausches
Urlaub
Auslandsstudium

Sozialhilfe / Sozialgeld

Seit 1.1.2005 wurde die Sozialhilfe mit der Arbeitslosenhilfe zum Arbeitslosengeld II zusammengelegt (ALG II).
Das neue Sozialgeld erhalten nur noch Personen, für die vorübergehend keine Erwerbstätigkeit möglich ist (z.B. Bezieher einer Zeitrente, längerfristig Erkrankte).

Übernahme der Kosten für eine Haushaltshilfe

Wenn der/die  Erziehungsberechtigte krank wird,und in stationäre Behandlung ins Krankenhaus,Kur muss und sonst niemand im Haushalt wohnt, der die Aufgaben gegenüber dem Kind übernehmen kann, dann besteht bei der Krankenkasse ein Anspruch auf Übernahme der Kosten für eine Haushaltshilfe, vorrausetzung mindest ein Kind unter 12 Jahren oder ein behindertes Kind im Haushalt lebt. Ist es dere Krankenkasse nicht möglich eine Haushaltshilfe zu stellen, so werden die Kosten einer eigenen Ersatzkraft “in angemessener Höhe” erstattet.Weitere Informationen erhält man bei seiner Krankenkasse.

Umgangsrecht

Im neuen Kindschaftsrecht ist ausdrücklich festgelegt, dass jedes Kind ein Recht auf Umgang mit beiden Elternteilen hat, unabhängig davon, ob sie miteinander verheiratet sind. Der Umgang wird nicht mehr vorranging aus der Sicht der Eltern, sondern aus der Sicht der Kinder geregelt. Es ist nicht nur das Recht sondern auch die Pflicht der Eltern, diesen Umgang zu pflegen.Es ist in der Regel dem Wohl des Kindes sehr förderlich . Kinder haben ferner das Recht auf Umgang mit Geschwistern, Großeltern, Personen mit denen sie längere Zeit in einer häuslicher Gemeinschaft gelebt haben, wie z.B. Stief- und Pflegeeltern.
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Unterhalt für das Kind

Jedes Kind hat gegenüber seinen Eltern einen Anspruch auf Unterhalt.
Auf den Kindesunterhalt können die/der Sorgeberechtigte rechtswirksam nicht verzichten. Wenn die Eltern getrennt sind gilt: Der Elternteil, bei dem das Kind lebt, erfüllt damit seine Unterhaltspflicht durch Pflege und Erziehung des Kindes (Betreuungsunterhalt), während der andere Elternteil dazu seine Unterhaltspflicht durch monatliche Geldleistungen zu erfüllen hat (Barunterhalt). Grundsätzlich hat das Kind bis zum Ende seiner Ausbildung (wirtschaftliche Selbständigkeit) Unterhaltsansprüche.
Die Höhe der Barunterhaltspflicht ist abhängig vom Alter des Kindes und bemisst sich im wesentlichen durch das monatlichen Nettoeinkommen des Unterhaltspflichtigen und wird nach der Düsseldorfer Tabelle errechnet, unabhängig davon, ob die Eltern der Kinder verheiratet sind oder nicht.

Unterhalt für die Mutter

Seit 01.07.70 steht der Mutter Unterhalt auch dann zu, wenn Sie nicht mit dem Vater des Kindes verheiratet war (nach § 1615 l BGB) und zwar
1. für die Dauer der gesetzlichen Mutterschutzfristen – 6 Wochen vor und 8 Wochen nach der Geburt des Kindes, sofern die Frau nicht anderweitig sozial abgesichert ist.
2. kann für die Zeit bis zu drei Jahren nach der Entbindung gegen den Vater des Kindes ein Unterhaltsanspruch für die Mutter geltend gemacht werden

Unterhaltsvorschuss

Alleinerziehende, die keine oder zu niedrige Unterhaltsleistungen erhalten, können einen Antrag auf Zahlung von Unterhaltsvorschuss beim Jugendamt stellen.
Die Höhe des Unterhaltsvorschusses richtet sich nach dem geltenden Regelbetrag, abzüglich der Hälfte des Kindergeldes für ein 1. Kind.
Alte Bundesländer:
bis zum 6. Lebensjahr des Kindes EUR 125 mtl.
bis zum 12. Lebensjahr des Kindes EUR 168 mtl.
Dieser Unterhaltsvorschuss wird längstens für den Zeitraum von 72 Monaten und bis zum 12. Lebensjahr des Kindes gewährt. Der Anspruch erlischt bei Heirat.

Vaterschaftsfeststellung

Das Jugendamt erfährt vom Standesamt wenn ein Kind nicht ehelich geboren wird.
Die Mutter wird vom Jugendamt angeschrieben und zu einem Gespräch eingeladen .
Die Mutter wird nach dem Vater des Kindes befragt.
Dieser wird dann vom Jugendamt angeschrieben und aufgefordert, die Vaterschaft anzuerkennen.
Reagiert der Mann nicht auf diese Einladung des Jugendamtes, wird gegen ihn eine Vaterschaftsklage beim Familiengericht (Amtsgericht) erhoben.
Der Mann erhält dann eine Ladung zu einem Gerichtstermin.
Da das Kind ja als Kläger auftritt wird die Mutter als Zeugin vorgeladen.
Bei Gericht gibt es dann diese folgende Möglichkeiten:
1. Der potentielle Vater erscheint vor Gericht und erkennt die Vaterschaft freiwillig an. Die Mutter stimmt der Vaterschaft zu.
2. Der potentielle Vater erscheint vor Gericht. Er leugnet die Vaterschaft. Das Gericht glaubt den Ausführungen der Mutter, dass nur dieser Mann der Vater des Kindes ist. Das Gericht erlässt dann ein Urteil. Der Mann kann in die Berufung gehen.
3. Der potentielle Vater erscheint vor Gericht. Er bestreitet die Vaterschaft. Das Gericht zweifelt die Aussagen der Mutter an und beantragt ein Abstammungsgutachten.
4. Der potentielle Vater erscheint unentschuldigt nicht vor Gericht. Das Gericht glaubt den Ausführungen der Mutter und erlässt ein Urteil. Der Mann erhält ein Protokoll dieser Gerichtsverhandlung. Er kann daraufhin die Vaterschaft anerkennen oder er kann in Berufung gehen.
Erst durch eine wirksame Vaterschaftsanerkennung oder -feststellung erwirbt das Kind gegenüber dem Vater Unterhalts,Erb  und Rentenansprüche.
Sollte die Mutter Sozialhilfe, Unterhaltsvorschuss oder andere Sozialleistungen beantragt und bekommen haben wird sie nach dem Vater des Kindes befragt da er für gezählte Leistungen erstattungspflichtig ist.
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Die freiwillige Vaterschaftsanerkennung

Sind die Eltern des Kindes nicht verheiratet, kann der Vater nur dann von Anfang an in des Geburtenbuch eingetragen werden, wenn er die Vaterschaft vorher wirksam anerkannt worden ist. Dies Vaterschaftsanerkennung muss öffentlich beurkundet sein.
Anerkennung der Vaterschaft kan erfolgen beim :
beim Standesamt (gebührenfrei)
beim Jugendamt (gebührenfrei)
beim Notar (hier entstehen Kosten)
beim Amtsgericht (selten gemacht)
Die Mutter muss der Vaterschaftsanerkennung zustimmen,sonst ist sie unwirksam.
Diese Zustimmung muss auch in öffentlich beglaubigter Form geschehen. Die Mutter kann ihre Zustimmung ebenfalls beim Standesamt,Jugendamt,Notar und Amtsgericht erklären.
Sowohl die Vaterschaftsanerkennung als auch die Zustimmungserklärung der Mutter können schon während der Schwangerschaft, also vor der Geburt des Kindes, abgegeben werden.

Mutter-Kind-Heime

In Mutter Kind Heimen können Mutter und Kind Hilfe finden Schwangere,alleinerziehende Mütter Unterstützung zur Bewältigung ihrer Lebenssituation. Durch Sozialpädagoginnen werden Frauen in Konfliktsituationen beraten , z.B. bei Schwangerschafts-, Partner- und Erziehungsproblemen und beim (Wieder-)Einstieg ins Berufsleben. Die Aufenthaltsdauer ist in der Regel befristet auf drei bis fünf Jahre. Die Mieterinnen haben einen Anspruch auf einen Kindergarten- und/oder Hortplatz. Für die 0-3jährigen Kinder gibt es Krabbelgruppen.
Die Kostenübernahme muß beim Jugendamt oder dem Allgemeinen Sozialdienst beantragen
werden.
Liste der Einrichtungen siehe Link
http://www.lebensrecht.de

Sozialwohnung

Sozialwohnungen sind  Wohnungen die der Mietpreisbindung unterliegen und nur an Berechtigte vergeben werden. Berechtigt sind Personen, deren Einkommen unter einer bestimmten Höchstgrenze liegt. Anträge auf eine Sozialwohnung stellt man beim örtlichen Wohnungsamt. Schwangere Frauen und Alleinerziehende werden bevorzug bei der vergabe dieser Wohnungen.

Wohngeld

Ab 1.1.2005 sind Empfänger von sog. Transferleistungen (z. B. Arbeitslosengeld II) vom Wohngeld grundsätzlich ausgeschlossen, wenn die Kosten der Unterkunft bei der Berechnung der Transferleistung berücksichtigt worden sind.
Beim Vorliegen der übrigen gesetzlichen Voraussetzungen besteht weiterhin ein Rechtsanspruch auf Wohngeld.
Das Wohngeld gibt es in der Form des Mietzuschusses und in der Form des Lastenzuschusses.
Der Wohngeldantrag ist mit den erforderlichen Nachweisen bei der Gemeinde oder der Stadt zu stellen in dem auch der Wohnraum liegt.
Die Höhe des zu  zahlenden Wohngeldes ist abhängig von der Zahl der zum Haushalt gehörenden Familienmitgliedern,dem Familieneinkommens (auch bei nicht verheirateten Paaren wird das Einkommen von beiden herangezogen) und von der Höhe der zuschussfähigen Miete bzw. Belastung der Wohnung.
Wohngeld wird im Normalfall für ein Jahr gezahlt ab Beginn des Antragsmonats.
Ändert sich die Zahl der Familienmitglieder ,durch z.b. die Geburt eines Kindes, muss ein neuer Antrag gestellt werden..
Bei getrennt lebenden oder geschiedene Eltern die das gemeinsame Sorgerecht für ein Kind haben und sich das Kind regelmäßig bei dem einem oder anderem Elternteil aufhält und es dort betreut wird, zählt das Kind bei beiden Haushalten als Haushaltsmitglied und muß bei der Wohngeldberechnung berücksichtigt werden.
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Zuschuss zu Kindertagesstätten

Erhält derjenige dessen zumutbare finanzielle Belastung überschritten wird,das Jugenamt gewährt dann Zuschüsse für
Krabbelstuben,
Tagespflegestellen,
Kindergärten, Kinderläden,
Horte,
Ferienfahrten und Freizeiten

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