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Zeugnisnoten


» 7 Tipps für bessere Zeugnisnoten
 

Die Ferien rücken bereits in greifbare Nähe und mit ihnen das Zeugnis. Da die Zeugnisnoten von Schülerinnen und Schüler von Jahr zu Jahr wichtiger werden, steigt der Erfolgsdruck. Doch auch kurz vor den Zeugnissen ist es noch nicht zu spät: Lesen Sie, wie Sie mit unseren 7 Tipps für gute Zeugnisnoten bewirken, dass Ihr Kind sein Schulzeugnis verbessern kann.

Je nachdem, in welchem Bundesland Ihr Kind zur Schule geht, hat es noch ein bißchen Zeit, um seine Zeugnisnoten positiv zu beeinflussen und den Lehrern klar zu machen, dass es leistungsstärker ist als zunächst beurteilt. Nicht viel Spielraum, um für das Zeugnis große Sprünge zu machen, aber genügend Luft für kleine Verbesserungen der Zeugnisnoten. Häufig können die Zeugnisnoten in den Haupt- und Nebenfächern so noch beeinflusst werden. Schrauben Sie aber die Erwartungen an das Zeugnis nicht zu hoch, sondern freuen Sie sich gemeinsam mit Ihrem Kind an jedem noch so kleinen Erfolg für das Schulzeugnis. Denn Erfolgserlebnisse motivieren und machen Lust auf mehr – ein gutes Polster fürs kommende Schuljahr!

Besseres Zeugnis: 1. Im Unterricht nicht schlafen, sondern aufpassen

Viele Schülerinnen und Schüler nutzen die Unterrichtszeit für das Zeugnis nicht optimal. Sie träumen oder schwätzen und vertrauen darauf, dass sich der verpasste Lernstoff über die Hausaufgaben schon noch einprägen wird und die Zeugnisnoten so O.K. werden. Das ist ein Trugschluss! Wer im Unterricht aufmerksam zuhört, hat gegenüber den unkonzentrierten Klassenkameraden einen immensen Vorteil für das Schulzeugnis. Denn mangelnde Aufmerksamkeit am Vormittag ist der Hauptgrund für Lernschwierigkeiten. Das bestätigen auch Lehrer immer wieder. Motivieren Sie Ihren Sprößling also dazu, die Anwesenheitszeit in der Schule für bessere Zeugnisnoten sinnvoll zu nutzen und konzentriert zuzuhören. Das wird sich bei den Hausaufgaben und bei den folgenden Klassenarbeiten dann für das Schulzeugnis auszahlen. Versuchen Sie im Sorgenfach „dranzubleiben“ und Ihr Kind über den Unterrichtsfortgang zu „interviewen“. So signalisieren Sie durch Ihr Interesse an den Zeugnisnoten, dass der Stoff spannend ist, und halten Ihr Kind gleichzeitig dazu an, im Unterricht nichts zu verpassen.

Besseres Zeugnis: 2. Finger hoch und Mund auf!

Nicht nur Klassenarbeiten und Tests, sondern auch die mündliche Mitarbeit und die aktive Beteiligung am Unterricht haben große Auswirkungen auf die Zeugnisnoten. Das ist gut so, denn mit diesem Wissen kann Ihr Kind schon ab morgen etwas für sein Zeugnis tun. Wer bisher nur bequem oder etwas faul war, kann das Ruder von der nächsten Unterrichtsstunde an für ein besseres Schulzeugnis herumreißen.

Für schüchterne und unsichere Kinder ist diese Anregung etwas schwieriger umzusetzen. Sie würden sich ja gerne intensiver beteiligen und bessere Zeugnisnoten bekommen, haben aber oft (die meist unbegründete) Angst, das Falsche zu sagen und sich dem Spott von Lehrern oder Mitschülern auszusetzen. Da hilft nur eins: Augen zu und durch! Am leichtesten gelingt dies in den ersten zehn Minuten des Unterrichts, denn da kann Ihr Kind noch vergleichsweise leicht mit dem eigenen Wissen für das Schulzeugnis punkten. Oft bietet auch das Vortragen der Hausaufgabe eine gute Gelegenheit, sich in den Unterricht einzubringen und bessere Zeugnisnoten zu bekommen.

Besseres Zeugnis: 3. Mit übersichtlichen Schulheften Eindruck machen

Ordentlich geführte und vollständige Schulhefte machen Eindruck für das Schulzeugnis, besonders bei den Lehrerinnen und Lehrern. Wie ist es mit der Heftführung bei Ihrem Kind bestellt? Sehen Sie die aktuellen Hefte doch mal gemeinsam durch. Könnte da noch die eine oder andere Zeichnung das Gesamtbild für die Zeugnisnoten verbessern? Sind manche so zerfleddert, dass sich ein Neuanlegen lohnen würde? Bevor Ihr Kind jedoch die mühsame Aufgabe anpackt, seine alten Schulhefte ordentlich abzuschreiben, sollten Sie klären, ob diese Anstrengung für das Zeugnis lohnenswert ist. Fragen Sie bei der Klassenlehrerin einfach mal nach, ob Ihr Kind mit dem Ausehen seiner Schulhefte Einfluss auf die Zeugnisnoten nehmen kann. Falls ja, lohnt sich die Zusatzarbeit. Ihr Kind kann dann ein ordentliches Heft eines Mitschülers ausleihen und es am Wochenende fleißig für das Schulzeugnis abschreiben.

Besseres Zeugnis: 4. Die nächsten Klassenarbeiten „gehirngerecht“ vorbereiten

Mit dem Ausdruck „gehirngerechtes Lernen“ ist eine effektive Lernform gemeint, bei der das Optimum an Informationen im Gehirn abgespeichert wird. Wenn Sie und Ihr Kind die folgenden Richtlinien beachten und anwenden, wird das aufgenommene Wissen für die nächste Klassenarbeit und so für bessere Zeugnisnoten sicher gut abrufbar sein. Natürlich sollte die Art des Lernens in Zukunft auch für alle weiteren Arbeiten und Tests angewendet werden, damit das Schulzeugnis gut bleibt.

  • Verschaffen Sie Ihrem Kind vor dem Lernen von Details für bessere Zeugnisnoten erst mal einen Überblick über den Gesamtzusammenhang. Beispiel Textaufgabe: die Aufgabenstellung mit eigenen Worten wiedergeben und erst dann mit den verschiedenen Rechenschritten beginnen. Oder bei einer Bildergeschichte: erst die Bilder sortieren und dann die einzelnen Sätze dazu schriftlich formulieren.
  • Achten Sie darauf, dass Ihr Kind einsieht, wozu es lernt. Wenn ihm klar ist, warum es sich mit einer Sache beschäftigen soll, ist es wesentlich lernbereiter. Das geht uns allen so. Beispiel Bundesländer: Vielleicht arbeitet jemand in Ihrer Familie oder in Ihrem Bekanntenkreis in einem anderen Bundesland, als er wohnt? Eine gute Gelegenheit, beispielsweise die unterschiedlichen Schulferien zu erklären.
  • Wecken Sie das Interesse am Lernstoff für das Zeugnis, denn das ist die beste Voraussetzung, Inhalte dauerhaft zu behalten. Beispiel: Das aktuelle Thema ist „der Igel“. Besuchen Sie einen Zoo oder Tierpark, und sehen Sie sich echte Igel an. Oder besuchen Sie einmal eine Landeshauptstadt, das Rathaus, den Landtag …
  • Gelernte Inhalte müssen für gute Zeugnisnoten wiederholt werden, um sich dauerhaft festzusetzen. Je öfter, desto leichter ist das Wissen für Ihr Kind abrufbar. Beginnen Sie daher mit dem Lernen rechtzeitig, so dass genügend Spielraum für Wiederholungen ist.
  • Verwenden Sie mehrere Lernkanäle, um die Informationen für bessere Zeugnisnoten aufzunehmen. Beispiel: Lesen Sie eine Geschichte über den Igel vor, lassen Sie Ihr Kind ein Bild davon malen, sehen Sie sich das lebende Tier an, versuchen Sie seine Laute nachzuahmen etc.
  • Sorgen Sie für eine angenehme Atmosphäre und ausgeglichene Stimmung Ihres Kindes, bevor es mit dem Lernen für ein besseres Zeugnis beginnt. Angst, Leistungsdruck, Trauer oder Wut blockieren das Lernen.
  • Geben Sie Ihrem Kind Rückmeldungen, ob es richtig gelernt hat. Fehlerhafte Informationen können „repariert“ werden. Dabei gilt jedoch: je eher, desto besser.
  • Legen Sie Lernpausen ein. Grundschulkinder haben eine Konzentrationsspanne von rund 20 Minuten, danach braucht das Gehirn eine kurze Ruhephase, um anschließend weiterarbeiten zu können.
  • Achten Sie darauf, dass Ihr Kind in der richtigen Reihenfolge für das Schulzeugnis lernt, um sinnvoll aufeinander aufbauen zu können. Beispiel: Im Hunderterbereich kann ein Kind erst rechnen, wenn es den Zehnerzahlenraum sicher beherrscht.
  • Vernetzen Sie das neue Wissen vor dem Schulzeugnis mit bereits bekannten Lerninhalten. Beispiel: Der Igel macht also Winterschlaf, welche Tiere kennst du noch, die das auch tun?
  • Stellen Sie sicher, dass Ihr Kind die entsprechenden Aufgabentypen für bessere Zeugnisnoten beherrscht. In Mathematik und den Fremdsprachen werden in schriftlichen Abfragen immer genau die Aufgabenstellungen verwandt, die im Unterricht eingeübt wurden.

Der Sokratische Eid


Als Lehrer und Erzieher verpflichte ich mich, nach bestem Wissen und Können und in der Kenntnis der eigenen Grenzen

- die Eigenheit eines jeden Kindes zu achten und gegen jedermann zu verteidigen,
- für seine körperliche und seelische Unversehrtheit einzustehen,
- zu allem, was ich seiner Person antue, seine Zustimmung zu suchen, wie ich es bei einem Erwachsenen täte, – das Gesetz seiner Entwicklung, soweit es erkennbar ist, zum Guten auszulegen und dem Kind zu ermöglichen, dieses Gesetz anzunehmen,
- seine Anlagen herauszufordern und zu fördern, – seine Schwächen zu schützen, ihm bei der Überwindung von Angst und Schuld, Bosheit und Lüge, Zweifel und Misstrauen, Wehleidigkeit und Selbstsucht beizustehen, wo es das braucht,
- seinen Willen nicht zu brechen – auch nicht, wo er unsinnig erscheint, ihm vielmehr dabei zu helfen, seinen Willen in die Herrschaft seiner Vernunft zu nehmen,
- es also den mündigen Verstandesgebrauch zu lehren und die Kunst der Verständigung und des Verstehens, – es bereit zu machen, Verantwortung in der Gemeinschaft zu übernehmen und für diese es auf die Welt einzulassen wie sie ist, ohne es der Welt zu unterwerfen, wie sie ist,
- es erfahren zu lassen, was und wie das gemeinte gute Leben ist,
- ihm eine Vision von der besseren Welt zu geben und Zuversicht, dass sie erreichbar ist,
- es wahrhaftig zu lehren, nicht die Wahrheit, denn “die ist bei Gott allein”.

Damit verpflichte ich mich,

- so gut ich kann, selbst vorzuleben, wie man mit den Schwierigkeiten, den Anfechtungen und Chancen unserer Welt und mit den eigenen begrenzten Gaben, mit der eigenen immer gegebenen Schuld zurechtkommt,
- nach meinen Kräften dafür zu sorgen, dass die kommende Generation eine Welt vorfindet, in der es sich zu leben lohnt und in der die ererbten Lasten und Schwierigkeiten nicht Ideen, Hoffnungen und Kräfte erdrücken,
- meine Überzeugungen und Taten öffentlich zu begründen, mich der Kritik – insbesondere der Betroffenen und Sachkundigen – auszusetzen, meine Urteile gewissenhaft zu prüfen,
- mich dann jedoch allen Personen und Verhältnissen zu widersetzen, wenn sie meine hier bekundeten Vorsätze behindern.

Ich bekräftige diese Verpflichtung durch die Bereitschaft, mich jederzeit an den in ihr enthaltenen Maßstäben messen zu lassen. Im Bewusstsein der hohen Ideale und anspruchsvollen Ziele werden meine täglichen Schwierigkeiten bei der Verwirklichung nicht Begründung für Alltagsroutine, sondern Anlass zu selbstkritischer Dauerreflexion sein.

Berufseid für Pädagogen – Hartmut von Hentig (Deutsche Lehrerzeitung Nr. 37/1991, Seite 3)

Categories: Kind und Schule

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