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admin On September - 2 - 2011
Belastungen alleinerziehender und verheirateter Mütter
Belastungen/Beunruhigungen alleinerziehende Mütter verheiratete Mütter
Unsicherheit wie eigene Zukunft weitergeht 48,8 % 26,4 %
finanzielle Probleme 47,7 % 18,7 %
Erziehung und Ausbildung der Kinder 34,5 % 27,1 %
zu viele Aufgaben in der Familie 23,8 % 13,0 %
Anforderungen nicht mehr gewachsen sein 22,7 % 11,4 %
nicht genug Erfolg 20,3 % 7,5 %
fehlende Harmonie in der Familie 17,9 % 4,1 %
Probleme mit der Wohnsituation 16,6 % 6,2 %
Gefühl, überflüssig zu sein 15,5 % 8,9 %
Robert Koch Institut / Statistisches Bundesamt: Gesundheitsberichterstattung des Bundes, Heft 14: Gesundheit alleinerziehender Mütter und Väter

Alleinerziehende, die mit mindestens einem minderjährigen Kind, aber ohne Partner bzw. Partnerin zusammenleben, gelten als belastet. Alleinerziehende Mütter sind nicht nur durch finanzielle Probleme, sondern auch durch Zukunftsängste, Anzeichen von Überforderung und durch ein geringes Selbstwertgefühl stärker belastet als verheiratete Mütter (siehe nebenstehende Tabelle des Robert Koch Instituts).

Alleinerziehende Mütter litten bzw. leiden deutlich häufiger unter

  • Nieren- und Lebererkrankungen,
  • chronischer Bronchitis und
  • Migräne.

Besonders auffällig ist, dass sie mit 24,7% mehr als doppelt so häufig psychische Erkrankungen angeben wie die verheirateten Mütter. Zudem leiden sie häufiger und stärker unter Schmerzen als verheiratete Mütter, wodurch sie sich auch häufiger in der Bewältigung des Alltagslebens schwerer beeinträchtigt fühlen. Vor allem in der unteren Sozialschicht fühlen sich alleinerziehende Mütter durch Schmerzen und emotionale Probleme stärker beeinträchtigt als die verheirateten Mütter. Das Robert Koch Institut geht davon aus, dass sich “hier die negativen Effekte des Alleinerziehens auf Einzelaspekte der gesundheitsbezogenen Lebensqualität durch die Zugehörigkeit zur unteren Sozialschicht noch verstärk[en].”

Alleinerziehende und verheiratete Mütter nehmen ungefähr gleichhäufig Arzttermine und Kuren in Anspruch. Allerdings nehmen alleinerziehende Mütter seltener Vorsorgeuntersuchungen in Anspruch als verheiratete. Die Arzttermine werden auch aufgrund akuter Beschwerden denn aufgrund von Beratung in Anspruch genommen.

Entsprechende Unterschiede in der Gesundheit, wie sie zwischen alleinerziehenden und verheirateten Müttern vorliegen, lassen sich nicht zwischen alleinerziehenden und verheirateten Männern finden.

Quelle Wikipedia

Gesundheitliche Lage alleinerziehender

Heike Klindworth, Anneliese Hendel-Kramer, Cornelia Helfferich

Einleitung
Alleinerziehende bilden eine große Bevölkerungsgruppe in Deutschland. Selbst bei einer engen Definition von Alleinerziehenden, bei der nur Elternteile mit mindestens einem minderjährigen
Kind und ohne Partner beziehungsweise Partnerin im Haushalt berücksichtigt werden, kommt man für 1999 auf eine Zahl von 1,4 Millionen alleinerziehenden Müttern und Vätern. Der Anteil der Alleinerziehenden- Haushalte an allen Haushalten mit Kindern betrug 1999 in den neuen Bundesländern 19 Prozent, in den alten 14 Prozent. Die überwiegende Mehrheit der Alleinerziehenden, nämlich 88 Prozent sind Frauen. Berücksichtigt man, dass es sich beim Alleinerziehen um eine vorübergehende Lebensphase handeln kann, dann kommt man noch zu bedeutend größeren Zahlen. So hat 1992 jede fünfte westdeutsche und beinahe jede zweite ostdeutsche Mutter mindestens eine Phase des Alleinerziehens durchlaufen. Zahlreiche Studien zur Lebenslage alleinerziehender Frauen verweisen auf die zum Teil prekäre finanzielle Situation und das hohe Armutsrisiko dieser Gruppe. Erwerbstätigkeit und Kinderbetreuung sind nur schwer zu vereinbaren, vor allem dann, wenn die Kinder noch klein sind. Hinzu kommen subjektive Belastungen wie die alleinige Zuständigkeit und Verantwortung für die Kindererziehung und Haushaltsführung oder auch der Mangel an sozialer Unterstützung. Im Folgenden soll der Frage nachgegangen werden, inwiefern die spezifischen ökonomischen und sozialen Belastungen auch mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen einhergehen. Ferner soll gezeigt werden, welche Merkmale der sozialen Lebenslage für die Gesundheit alleinerziehender Frauen von besonderer Bedeutung sind.

Alleinerziehende Mütter bewerten ihren allgemeinen Gesundheitszustand signifikant schlechter und sind häufiger unzufrieden mit ihrer Gesundheit als verheiratete. 56 Prozent geben einen guten beziehungsweise sehr guten Gesundheitszustand an, bei den verheirateten Müttern beträgt dieser Anteil hingegen 62 Prozent (SOEP 2000). Darüber hinaus berichten sie im Mittel von 4,3 chronischen Krankheiten, die sie jemals in ihrem Leben hatten, bei den verheirateten sind es nur 3,7. Allerdings ist hier der Nachweis schwierig, dass die höhere Morbidität ursächlich auf die Belastungen des Alleinerziehens zurückzuführen ist. Bezogen auf eine Vier- Wochen- Prävalenz geben die Daten jedoch deutliche Hinweise auf eine höhere Gesundheitsbelastung der alleinerziehenden Mütter durch psychosomatische Allgemeinbeschwerden, Schmerzen und emotionale Probleme (BGS 1998). Sie berichten signifikant häufiger von Schlaflosigkeit, Reizbarkeit, innerer Unruhe und Grübelei. Und nahezu die Hälfte der Alleinerziehenden leidet unter mäßigen bis starken Schmerzen, bei den verheirateten Müttern sind es nur 38 Prozent. Hier sind vor allem das häufige Auftreten von Schulterund Nackenschmerzen sowie Kopf- und Rückenschmerzen zu nennen.
Besonders auffällig sind die Unterschiede im Hinblick auf die psychische Befindlichkeit. Alleinerziehende Frauen fühlen sich wesentlich seltener glücklich, voller Energie oder ruhig und gelassen. Bei den beiden erstgenannten emotionalen Grundstimmungen beträgt der Unterschied fast 20 Prozent. Umgekehrt berichten sie signifikant häufiger von Nervosität, Niedergeschlagenheit und Traurigkeit. Die sich hier andeutende stärkere Belastung durch seelische Probleme spiegelt sich auch in der häufigeren Inanspruchnahme von Psychotherapeuten wider. 15 Prozent der alleinerziehenden Mütter haben innerhalb des Jahres vor der Befragung einen Psychotherapeuten aufgesucht, bei den verheirateten Müttern waren es nur knapp 4 Prozent.

Die gesundheitsbezogene Lebensqualität
Hier steht die Frage im Vordergrund, inwiefern körperliche und psychische Beschwerden Alltagstätigkeiten und soziale Aktivitäten beeinträchtigen und dadurch die Lebensqualität beeinflussen. Berücksichtigt wird ferner auch das psychische Wohlbefinden. Diese gesundheitsbezogene Lebensqualität wird im BGS 1998 anhand eines standardisierten Instrumentes, dem SF-36-Fragebogen, erhoben. Aus den 36 Fragen dieses Fragebogens können acht verschiedene Dimensionen der gesundheitsbezogenen Lebensqualität gebildet werden.
Beim Vergleich zwischen alleinerziehenden und verheirateten Müttern zeigt sich, dass die alleinerziehenden in allen acht Dimensionen der gesundheitsbezogenen Lebensqualität schlechter abschneiden. Allerdings fallen die Unterschiede in den einzelnen Bereichen unterschiedlich stark aus. Beeinträchtigungen aufgrund körperlicher Probleme werden von den alleinerziehenden und verheirateten Müttern ähnlich häufig berichtet. Es sind vor allem die bereits erwähnte höhere Schmerzbelastung und die schlechtere psychische Befindlichkeit, die den Alltag und soziale Aktivitäten im Vergleich zu verheirateten Frauen stärker beeinträchtigen. So fühlen sich 62 Prozent der alleinerziehende Frauen im Alltag mehr oder weniger stark durch Schmerzen beeinträchtigt, bei den verheirateten Müttern sind es nur 47 Prozent. Und fast ein Drittel der alleinerziehenden, aber nur 16 Prozent der verheirateten Mütter geben an, aufgrund seelischer Probleme im Alltag „weniger geschafft zu haben, als sie wollten“.

Quelle
http://www.gesundheitberlin.de

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Categories: GESUNDHEIT

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